Stargast bei channel hamburg
Architektur a la Teherani
Peter Noßek
Harburg. Spannend sind sie selten: Mitgliederversammlungen zeichnen sich häufig durch eine gepflegte Langeweile aus. Neuwahlen, Jahresberichte, Bilanzen, Entlastungen das alles ist meist wenig prickelnd. Interessant wird's oft nur, wenn sich Mitglieder in die Haare kriegen. Jüngstes Beispiel ist die Mitgliederversammlung des FC Bayern München. Über die Inhalte wurde wenig vermeldet, über den Wutausbruch von Manager Ulli Hoeneß berichtete jeder. Einen Tobsuchtanfall gab es bei der Mitgliederversammlung des Vereins Channel Hamburg in der Empfangshalle des Bauunternehmens HC Hagemann nicht. Dennoch war sie spannend wie selten zuvor, und dafür war vor allem ein Mann verantwortlich, der als Hamburger "Star-Architekt" gehandelt wird: der gebürtige Iraner Hadi Teherani, Inhaber eines Architekturbüros.
Wie berichtet, ist der "Popstar" der deutschen Architektur-Szene jetzt auch im Harburger Binnenhafen tätig. Für Channel-Investor Arne Weber entwarf Teherani einen spektakulären gläsernen Büroturm: den "Channel X", der am Westlichen Bahnhofskanal im Harburger Binnenhafen stehen soll.
Trotz Erkältung hatte es sich Teherani nicht nehmen lassen, diesen Termin wahrzunehmen und dankte Weber nach dessen Ankündigung und Begrüßung mit den Worten: "Danke, dass ich drankomme, bevor keiner mehr Lust hat zuzuhören." Was dann folgte war nicht weniger spannend als ein Krimi. Ausgehend von den Leitsätzen seiner Philosophie "Architektur muss immer ganzheitlich betrachtet werden" und "Von der Vergangenheit können wir lernen" gewährte der seit 1990 als Selbstständiger tätige Wahlhamburger einen detaillierten Einblick in seine Denkstrukturen. "Jedes Grundstück birgt den Entwurf schon in sich, man muss ihn nur noch erkennen", sagte er. "Wir erzählen mit unseren Gebäuden Geschichten und entwickeln Ideen aus dem Kontext der örtlichen Gegebenheiten."
Anderthalb Stunden sprach Teherani ohne Skript. Dafür nahmen alle gern in Kauf, die Mitgliederversammlung entsprechend kurz abzuhandeln. Probleme gab es dabei ohnehin nicht. Der Vorstand mit Bettina Husemann, Helmut Thamer und Geschäftsführerin Melanie-Gitte Lansmann wurde ohne Gegenstimme entlastet, da- rüberhinaus eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. Jetzt sind alle gespannt, wann es endlich losgeht mit dem "Channel X" Teheranis Vision für Harburgs Hafen.
Harburg. Spannend sind sie selten: Mitgliederversammlungen zeichnen sich häufig durch eine gepflegte Langeweile aus. Neuwahlen, Jahresberichte, Bilanzen, Entlastungen das alles ist meist wenig prickelnd. Interessant wird's oft nur, wenn sich Mitglieder in die Haare kriegen. Jüngstes Beispiel ist die Mitgliederversammlung des FC Bayern München. Über die Inhalte wurde wenig vermeldet, über den Wutausbruch von Manager Ulli Hoeneß berichtete jeder. Einen Tobsuchtanfall gab es bei der Mitgliederversammlung des Vereins Channel Hamburg in der Empfangshalle des Bauunternehmens HC Hagemann nicht. Dennoch war sie spannend wie selten zuvor, und dafür war vor allem ein Mann verantwortlich, der als Hamburger "Star-Architekt" gehandelt wird: der gebürtige Iraner Hadi Teherani, Inhaber eines Architekturbüros.
Wie berichtet, ist der "Popstar" der deutschen Architektur-Szene jetzt auch im Harburger Binnenhafen tätig. Für Channel-Investor Arne Weber entwarf Teherani einen spektakulären gläsernen Büroturm: den "Channel X", der am Westlichen Bahnhofskanal im Harburger Binnenhafen stehen soll.
Trotz Erkältung hatte es sich Teherani nicht nehmen lassen, diesen Termin wahrzunehmen und dankte Weber nach dessen Ankündigung und Begrüßung mit den Worten: "Danke, dass ich drankomme, bevor keiner mehr Lust hat zuzuhören." Was dann folgte war nicht weniger spannend als ein Krimi. Ausgehend von den Leitsätzen seiner Philosophie "Architektur muss immer ganzheitlich betrachtet werden" und "Von der Vergangenheit können wir lernen" gewährte der seit 1990 als Selbstständiger tätige Wahlhamburger einen detaillierten Einblick in seine Denkstrukturen. "Jedes Grundstück birgt den Entwurf schon in sich, man muss ihn nur noch erkennen", sagte er. "Wir erzählen mit unseren Gebäuden Geschichten und entwickeln Ideen aus dem Kontext der örtlichen Gegebenheiten."
Anderthalb Stunden sprach Teherani ohne Skript. Dafür nahmen alle gern in Kauf, die Mitgliederversammlung entsprechend kurz abzuhandeln. Probleme gab es dabei ohnehin nicht. Der Vorstand mit Bettina Husemann, Helmut Thamer und Geschäftsführerin Melanie-Gitte Lansmann wurde ohne Gegenstimme entlastet, da- rüberhinaus eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. Jetzt sind alle gespannt, wann es endlich losgeht mit dem "Channel X" Teheranis Vision für Harburgs Hafen.