Feuer und Flamme für den channel
Das erste Quartal seiner Amtszeit hat der gebürtige Hamburger (in Eppendorf auf-gewachsen) mittlerweile hinter sich gebracht – und sich gut etabliert. Auch im channel hamburg hat der 54-jährige SPD-Politiker seine Visitenkarte hinterlassen.
In seiner Rede zur Einweihung der neuen Büroräume des Haspa-Firmenkundengeschäfts in der Süderelbe-Region im vierten Bauabschnitt des Kaispeichers sagte Völsch: „Es gibt wenige Standorte, die so gut wachsen wie der Binnenhafen.“
Er ist ein sehr angenehmer Gesprächspartner, wirkt offen, belesen, sympathisch und authentisch. Er hat zu allem, worauf er angesprochen wird, eine klare Meinung. Thema Streitkultur: „Man muss in der Lage sein, selbst bei unterschiedlichen Stand-punkten zu bestimmten Gegebenheiten
offen und sachlich miteinander zu diskutieren“, so Völsch. „Wenn man so was ideologisch überhöht angeht, findet man zu keinem vernünftigen Ergebnis. Die Fähigkeit zum Kompromiss wird viel zu wenig geachtet. Es geht zu häufig um Sieger und Verlierer.“
Aus seinem bisherigen politischen Leben hat Thomas Völsch gelernt, dass es zwei Dinge gibt, mit denen man relativ weit kommt: mit Teamarbeit und Offenheit. „Ich mag es nicht, um den heißen Brei herumzureden“, sagt er. „Ich bin eher der, der Sachen schnell und direkt anspricht. Außerdem bin ich ein Freund des Leistungsprinzips. Wer sich Mühe gibt, muss merken, dass er damit weiterkommt. Trotzdem darf man Menschen, die nicht überall mithalten können, nicht einfach links liegen lassen. Das ist eine Frage von Solidarität.“
Natürlich liegt ihm die Weiterentwicklung des Harburger Binnenhafens sehr am Herzen. „Es ist sehr wichtig, dass sich in den kommenden Monaten eine ganz klare Perspektive für den Wohnungsbau abzeichnet“, sagt der Wahl-Fischbeker. Dabei wollen Verwaltung und Kommunalpolitik
darauf achten, dass auf eine „gute Architektur“ Wert gelegt wird. „Die Kombination aus Alt und Neu macht den besonderen Reiz aus und muss weiter gepflegt werden“, sagt Völsch überzeugt.
Des Weiteren müssten die Bahngleise, die den channel hamburg von der City trennen, irgendwann mal verschwinden. Das sei allerdings ein „sehr dickes Brett, an dem man da bohrt,“ und könne nur als Teil eines Gesamtmobilitätskonzepts erfolgen.
„Es braucht immer Leute, die eine Prise Verrücktheit mitbringen, um etwas zu bewegen – wie Investor Arne Weber und den ehemaligen Bezirksamtsleiter Jobst Fiedler“, sagt Völsch. „Und ich hoffe, dass ich auch etwas von dieser Verrücktheit mitbringe.“