Die „Grüne Lunge“ des Binnenhafens
Eine Schlossinsel ohne Park? Das ist wie ein Hafen ohne Schiffe, wie ein Aquarium ohne Fische, wie ein Haus ohne Dach. So oder ähnlich müssen wohl auch die Macher der Internationalen Bauausstellung gedacht haben. Zum Glück! Denn die Schlossinsel und damit auch der Harburger Binnenhafen bekommen nun eine „Grüne Lunge“.
Daran fehlt es in der Entwicklung des Quartiers noch: an einem Umfeld mit viel grünem Freiraum. Liest man das Konzept für den Park, dann klingt es geradezu poetisch: „Vom Lotseplatz öffnet sich dem Besucher eine vom Baumrahmen gesäumte Blickachse zum Schloss. Ein Rundweg führt durch den im regelmäßigen Raster gepflanzten lichten Baumhain um den sternförmigen Park. Aus der Verwebung von Wegband und Baumhain entsteht ein spannender Rhythmus zwischen Rückzugsräumen unter den Bäumen und offenen Atmosphären mit Blick auf Schlosshügel und Wasser.“ Man merkt schnell: ein Ambiente, in dem Dichter geboren werden.
„Es ist das größte Neubauvorhaben der Abteilung Stadtgrün im Fachamt Management des öffentlichen Raums des Bezirksamts Harburg“, sagt Projektleiterin Ina Tielemann. „Es bedarf eines unglaublichen Koordinationsaufwands, alle auf der Schlossinsel vorhandenen Interessen aufeinander abzustimmen.“ Vollendet wird der Park im Herbst, nicht wie eigentlich geplant im Sommer. Unerwartete archäologische Funde haben für Verzögerungen gesorgt. Unser Tipp: einfach vorher mal hingehen und an-schauen. Wann bekommt man schon mal zu sehen, wie ein Schlosspark entsteht …?