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Der Harburger Hafen - eine Perle im Umbruch

Lesetipp: Axel Tiedemann, Hamburger Abendblatt am 3. April 2009

Das Areal erinnert an einen Museumshafen. Doch wie lange noch? Hotel und Wohnhäuser sind längst geplant.

Axel Tiedemann

Irgendwo zwischen den vielen Schiffsrümpfen surrt ein Schleifgerät, das kalte Klirren eines Metallhammers ist zu hören. Woher die Geräusche genau kommen, lässt sich an den Docks der Harburger Jöhnk-Werft aber kaum ausmachen: Selbst wenn man sich mit einem Boot vom Wasser aus nähert, bietet sich ein Blick auf ein Gewirr von Holzmasten, Schornsteinen und Schiffsaufbauten. Der Dreimaster "Fridtjof Nansen" liegt dort, die historische Kreuzeryacht "Artemis". Ein alter Dampfschlepper, rostige Barkassen, eine alte Hadag-Fähre. Hin und wieder auch eine kleine Segelyacht. Weitere Traditionsschiffe dümpeln an anderen Kais in diesem verwinkelten Hafen, der gerade jetzt im Frühjahr an die historischen SchwarzWeiß-Stiche aus dem 19. Jahrhundert erinnert. Wie zu alten Zeiten prägen die Masten von Großseglern das Bild: Längst ist der Harburger Binnenhafen zu einem zweiten, heimlichen Museumshafen Hamburgs geworden.

 

Copyright: Ganzer Artikel im Hamburger Abendblatt

unter http://www.abendblatt.de/daten/2009/04/03/1109866.html